Ohne Raffinierten Zucker. Pur. Lecker.
Ohne Raffinierten Zucker. Pur. Lecker.

Intuitives Essen

Wie fühlt sich eigentlich Hunger an? Und wodurch merke ich, dass ich schon satt bin? Für viele ist das gar nicht so leicht zu erkennen. Achtsamkeit führt zurück zu einem besseren Bewusstsein.

 

Low carb, Low fat oder doch besser nur Rohkost? In unserer heutigen Welt werden wir ständig mit neuen Ernährungstipps, -trends und -empfehlungen konfrontiert. Das führt bei vielen Menschen dazu, dass sie ihre Ernährung vielmehr rational und verkopft betrachten, anstatt sich auf das eigene Körpergefühl zu verlassen.

Ein Apfel nach einem Tag auf dem Spielplatz oder eine dampfende Tasse Kakao, wenn es im Winter richtig ungemütlich ist - als Kinder haben sich die wenigsten von uns Gedanken darüber gemacht, was und wann sie essen. Der Körper hat uns durch den Appetit auf bestimmte Lebensmittel ganz einfach gezeigt, was ihm gerade gut tut. Wir haben dann gegessen, wenn wir Hunger hatten und aufgehört, wenn wir satt waren. Mal ehrlich - bei wem ist das heute nicht mehr so?

Zeitschriften, das Fernsehen oder auch Gespräche mit Freunden oder Kollegen verunsichern immer mehr Menschen, wie sie es in puncto Essen "richtig" machen. Sind drei Mahlzeiten am Tag optimal oder sollte man lieber Snacks in den Alltag integrieren? Sind Kohlenhydrate am Abend nicht totale Dickmacher?

Durch ständig aufploppende Trends, neue Studien oder Empfehlungen fällt es vielen Menschen schwer mal in den eigenen Körper zu horchen und sich zu fragen - was tut mir persönlich gut?

Wer kennt es nicht: Du bist eigentlich hungrig, wählst aber nur einen Salat zum MIttag. Spätestens am Nachmittag knurrt der Magen und abends kommt der Heißhunger. Die am Mittag gesparten Kalorien sind dann locker wieder drin und man hat ein schlechtes Gewissen.

Aber dafür spart man dann am nächsten Tag halt einfach am Frühstück oder streicht es einfach ganz. So geht das Spielchen dann Tag ein Tag aus weiter. Dies ist weder für den Körper noch für die Psyche gut.

 

Aber wie funktioniert bewusstes Essen?

Wer schon jahrelang mehr mit Kopf als mit Bauchgefühl isst, für den ist es gar nicht so leicht zu wissen, wann man wirklich Hunger hat und vor allem was der Körper in diesem Moment braucht. Nimm dir daher mal ein paar Tage Zeit, dein Ernährungsverhalten genauer unter die Lupe zu nehmen. Folgende Fragen können dabei hilfreich sein:

 

• Wann esse ich?

• Warum esse ich?

• Was tut mir gut? Was vertrage ich nicht so sehr?

• Wie fühlt sich Hunger für mich an?

• Wie merke ich, dass ich satt bin? Esse ich dann weiter?

• Wo bin ich mit meinem Gedanken während ich esse?

 

Denn oft essen wir, weil andere um uns herum essen, weil etwas besonders gut riecht oder weil wir einfach später keine Zeit dazu haben werden. Es ist also gar nicht immer richtiger Hunger, der uns zu einer Mahlzeit veranlasst.

 

Aber wie kann Appetit und Hunger unterscheiden?

Wann habe ich Hunger und wann bin ich satt? Diese banal wirkende Frage ist für viele nicht immer leicht zu beantworten. Dabei ist es so hilfreich, wenn man sich auf seine eigenen Körpersignale verlassen kann. Denn eigentlich besitzt jeder gesunde Körper die Weisheit darüber, was er wann braucht. Und wann es genug ist. Wer voll und ganz darauf vertraut und feinfühlig mit den Zeichen des Körpers umgeht, sollte eigentlich keine Probleme haben, das für sich ideale Gewicht zu finden und zu halten.

Auf den Körper zu hören und entsprechend zu reagieren, klingt gar nicht so schwer, allerdings kommt uns dabei der Alltag oft in die Quere. Beispielsweise beim Mittagessen mit den Kollegen. Dass die Kantine genau das anbietet, was der Körper gerade verlangt, ist nicht unbedingt garantiert. Oder der gemütliche Fernsehabend bei Freunden mit Chips und Schokolade - in Geselligkeit rückt das eigene Körpergefühl schnell in den Hintergrund.

 

Akzeptiere dass es nicht immer perfekt laufen kann. Mach das Beste aus den Situationen und hab bloß kein schlechtes Gewissen. Ein gutes Körpergefühl zu haben bedeutet auch, sich nicht für vermeintliche Fehltritte zu verurteilen, sondern vielmehr eine gesunde Balance zu finden.

 

Hunger unterscheiden 

Es gibt zwei Arten von Hunger: den emotionalen und den körperlichen.

Der körperliche, "richtige" Hunger äußert sich durch Magenknurren, vielleicht sogar durch Bauchschmerzen oder leichte Übelkeit, wenn wir wirklich lange nichts gegessen haben. Soweit sollte es natürlich nicht kommen. Aber wenn der Magen grummelt und beginnt Geräusche von sich zu geben, heißt es: Jetzt sollte gegessen werden. Der emotionale Hunger kann unterteilt werden in z. B. "Augenhunger"- man sieht ein leckeres Stück Torte oder "Nasenhunger" - das frische Brot riecht so verführerisch. Sehr verbreitet ist auch der sogenannte "Herzhunger", der aufkommt wenn wir gefrustet sind, uns traurig fühlen oder das Bedürfnis haben uns für etwas belohnen zu wollen.

 

Achtet auf euren Körper und hört in euch hinein, esse ich weil ich „wirklich“ Hunger habe oder ist es nur Appetit? Mit der Zeit werdet ihr dafür ein Gefühl bekommen und lässige Heißhungerattacken werden verschwinden.

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